Wir blicken auf einen weiteren gelungenen Fachkongress zurück. IM-PULSE haben wir definitiv mitgenommen vom diesjährigen Cranio Suisse® Fachkongress! Er fand am 12. und 13. Juni 2026 zum Thema „Rhythmus ist Leben – IM-PULS mit der Craniosacral Therapie“ statt.
Die Alte Kaserne in Winterthur war bis auf den letzten Platz gefüllt, und wir durften an beiden Tagen rund 150 Teilnehmende begrüssen.
Die Referentinnen und Referenten haben uns auf ganz unterschiedliche Weise auf eine Reise durch das Kongressthema „Rhythmus ist Leben – IM-PULS mit der Craniosacral Therapie“ mitgenommen, das für unsere therapeutische Arbeit zentral ist.
Dr. med. Thomas Nagel führte uns zurück zu den medizinhistorischen Wurzeln der Craniosacral Therapie und eröffnete spannende Einblicke in ihre Entwicklungsgeschichte.
Mit seinem Vortrag „Beyond the Rhythms“ beleuchtete PhD Thomas Rosenkilde Rasmussen die Zusammenhänge zwischen dem primären Respirationsmechanismus (PRM), dem circadianen Rhythmus – unserer inneren Uhr, die Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertemperatur und Hormonhaushalt steuert und durch Licht beeinflusst wird – sowie der Atmung.
Dr. med. Rommel Jadaan nahm uns mit seinem Referat „Kohärenz aus biologischer Sicht“ in die Welt der Notfallmedizin mit. Anhand seiner Erfahrungen in einem von schnellem Rhythmus geprägten Arbeitsumfeld zeigte er auf, wie unsere Perspektive auf belastende Ereignisse das Kohärenzgefühl und damit die Resilienz beeinflusst. Er lud uns ein, auch unsere Klientinnen und Klienten in einen Perspektivenwechsel zu begleiten, um neue Ressourcen zu erschliessen. Zudem machte er auf die Grenzen der Hausarztmedizin aufmerksam und motivierte uns, die Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und Komplementärtherapie aktiv mitzugestalten.
Im Vortrag von Christl Brucher zum Thema „Rhythmen des Gehirns – nonverbale Kommunikation und Interaktion zwischen Therapeut*in und Klient*in“ tauchten wir in die Welt der Musikfrequenzarbeit ein und erhielten Einblicke in die Erstellung einer neuroaktiven CD auf Basis EEG-spektralanalytischer Messungen. Diese kann unterstützend bei Lernstörungen, Traumafolgestörungen sowie bei krankheits- oder unfallbedingten cerebralen Schädigungen, etwa nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma, eingesetzt werden.
In den Workshops wurde das Kongressthema vertieft, und die Teilnehmenden konnten Anregungen für die konkrete Umsetzung in der Praxis sammeln. Die angeregten Diskussionen und der fachliche Austausch haben uns sehr bereichert.
Die Body Percussion zum Tagesausklang war eine wahrlich mitreissende Erfahrung und machte Rhythmus auf lebendige Weise erlebbar.
Die Teilnehmenden nutzten die Pausen und gemeinsamen Mittagessen intensiv für den fachlichen und persönlichen Austausch. Geschätzt wurde auch das Freitagabendprogramm mit einem feinen Essen in der Winterthurer Altstadt, das Gelegenheit bot, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Begegnungen zu knüpfen.
Mit viel Herzblut organisiert und begleitet wurde der Kongress vom Team der Geschäftsstelle und dem Verbandsvorstand. Vor Ort war zudem das EMR vertreten und bot ergänzend zum Verband Beratungsleistungen an.
Wir danken allen, die diesen Anlass zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben und freuen uns bereits auf den nächsten Kongress am 16. und 17. Juni 2028.